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Welsangeln flussauf

01.01.2018 11:30 von Teamangler
Kategorie: Wallerangeln

Welsangeln flussauf

Welsangeln flussauf - bevor man sich darüber Gedanken macht, wie man das Welsangeln flussauf gestalten sollte, muss man zunächst einmal verstehen, dass es einen grundsätzlichen Unterschied bei der Ausrichtung der Montagen ausmacht, je nachdem ob man den Köder unterhalb oder oberhalb des Angelplatzes im Gewässer auslegt. Worum es sich dabei im Detail handelt, haben wir im Folgenden für euch dargestellt und die wichtigsten Aspekte für euch zusammengefasst.

Welsangeln flussaufWelsangeln flussauf - warum ist es sinnvoll?

Grundsätzlich ist es so, dass an einem Angelplatz die interessanten Bereiche für das Welsangeln nicht immer flussab liegen. Auch oberhalb der Angelplätze gibt es sehr oft Strömungsschatten, Kehrwasser, Abbruchkanten oder Totholzansammlungen, an denen das Auslegen eines Köders durchaus Sinn machen würde. Die Schwierigkeit liegt hier jedoch darin, den Köder zum einen fängig anzubieten und zum anderen so zu installieren, dass man die auftretenden Bisse auch effektiv verwerten kann. Hier machen Kleinigkeiten den Unterschied aus. Bevor es zur Montage geht, sollte zunächst aber die genaue Problemstellung erklärt werden.

Welsangeln flussauf - worin liegt die Schwierigkeit?

Die Problemsituation teilt sich, wenn man gegen die Strömung auf Wels angelt, in zwei Teilaspekte auf. Solange man mit Abspannmontagen angelt, bleibt rein von der Präsentation her alles gleich, denn dies gelingt, vom Aufbau der Montage her, genauso, wie beim Angeln flussab. Beim Angeln mit Unterwasserpose ist es allerdings so, dass ein sehr spitzer Winkel zwischen Hauptschnur und Vorfach entsteht, wenn man die Montage abgelegt hat. Je weiter man flussauf ablegt, desto spitzer wird der Winkel. Und je spitzer der Winkel wird, desto wahrscheinlicher wird es, dass sich der Köder mit samt des Vorfachs in der Hauptschnur verfängt. Ebenso rückt die Hauptschnur, wenn ein spitzer Winkel vorliegt, sehr nahe an den Köder heran. Ein Wels, der diese Schnur kurz vor der Köderaufnahme berührt, wird blitzartig die Flucht antreten. Der Biss bleibt aus. Der zweite Teilaspekt der Schwierigkeit beim Welsangeln gegen die Strömung, ist die schlechte Bissverwertung. Diese resultiert aus dem Fluchtverhalten des Welses nach dem Biss. Wenn ein Wels den Köder aufgenommen hat, flüchtet er in der Regel mit der Strömung flussab. Geschieht dies an Montagen, die flussab ausgelegt sind, schwimmt der Wels also mit seiner ganzen Wucht gegen die senkrecht im Rutenhalter aufgestellte Welsrute. Dies sorgt für einen gewissen Selbsthakeffekt, der es dem Welsangler recht leicht macht, den Biss zu verwerten. Angelt man gegen die Strömung, verhält sich der Wels nach dem Biss genauso. Dadurch, dass der Köder aber oberhalb des Anglers ausgelegt war, flüchtet der Wels nicht vom Angler weg, sondern flüchtet mit der Strömung in Richtung des Anglers. Dadurch schwimmt er nicht mit voller Wucht in die Rute,  sondern erzeugt einen Fallbiss. Bei dieser Art von Biss kappt er nur kurz die Reißleine, anschließend steht die Rute kerzengerade im Rutenhalter, die Schnur verliert ihre Spannung und der Wels hat viel Zeit, sich des Hakens zu entledigen. Ein Anhieb durch den Angler ist nicht wirklich möglich, da er zunächst sehr große Mengen Schnur aufnehmen muss, bis Kontakt zu den Haken besteht. Bis dahin hat der Wels den Köder mit Hakensystem meistens längst ausgespuckt. Eine schlechte Quote für die Bissverwertung ist dadurch vorprogrammiert. Die Schwierigkeit besteht darin, genau diesen Missstand zu verbessern und eine hohe Bissausbeute zu generieren.

Welsangeln flussauf - wie angelt man effektiv?

Um den ausbleibenden, respektive viel zu späten Anhieb des Anglers beim Angeln gegen die Strömung auszugleichen, kann man sich einer sehr speziellen Hakenform bedienen. Diese Haken nennt man Circlehooks. Dabei handelt es sich um Greifer, die für das Meeresangeln entwickelt wurden. Sie werden meistens an Langleinen eigesetzt und müssen dort die beißenden Fische auch haken, ohne dass jemand einen Anhieb setzt. Das gelingt ihnen dank ihrer speziellen Formgebung. Diese bewirkt, dass sich der Circlehook, sobald er nur leicht auf Spannung gebracht wird, sauber in den Maulwinkel des Fischs eindreht. Der Druck, der durch das Sprengen der Reißleine entsteht, reicht völlig aus, um diese Drehbewegung auszulösen. An abgespannten Montagen reicht es, lediglich das herkömmliche Vorfach gegen eins mit Circlehook auszutauschen und den Wels beim Biss die Reißleine sprengen zu lassen, um die Bissausbeute zu steigern. Wer mit Unterwasserposen angelt, der sollte die Montage zusätzlich gegen die Strömung umlenken. Dadurch verhindert man den spitzen Winkel zwischen Hauptschnur und Vorfach, die daraus resultierenden Verwicklungen, sowie den Scheucheffekt der Schnur, da diese nicht mehr den Bereich unmittelbar am Köder durchläuft. Wichtig ist es auch, dass man beim Angeln mit Circlehooks keinen Anhieb setzt, da man dadurch den Circlehook wieder aus dem Maul des Welses ausschlitzen lassen könnte. Auch ist es sinnvoll den Köder beim Angeln mit Circlehook am Haar anzubieten, weil auch dadurch die Bissausbeute weiter verbessert werden kann.

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