Wallerangeln Blog

Abspannen auf Waller

09.02.2018 10:16 von Teamangler

Abspannen auf Waller

Was bedeutet das Abspannen auf Waller?

Abspannen auf Waller ist eine Angelmethode zum passiven Welsangeln. Hierbei spannt man die Wallermontage an Bäumen, Ästen, Stöckern oder anderen Hindernissen ab. Dazu lässt sich eine Auslegerschnur, beispielsweise eine Geflechtschnur, an das Hindernis knoten. Auf dieser Angelschnur befindet sich eine kleine Auslegerpose, die das Wiederfinden bei Nacht erleichtert. Am Ende der Auslegerschnur befindet sich ein Angelwirbel. Als nächstes folgt die Wallermontage an der Angelrute, die meist in Form einer Posenmontage gebunden wird. Über der Wallerpose sollte sich ein freilaufender Wirbel befinden. Ist der Köder am Welsvorfach montiert, so lässt sich die Auslegeschnur mittels einer Reißleine mit dem Wirbel über der Pose verbinden. Anschließend steckt man die Wallerrute senkrecht in einen Wallerrutenhalter und zieht die gesamte Montage auf Spannung. Daher nennt man diese Angelmethode umgangssprachlich auch Abspannen auf Waller.

Was sind die Vorteile beim Abspannen auf Waller?

Abspannen auf WallerDas Abspannen auf Waller ist eine sehr beliebte Angelart. Hierbei lassen sich Gewässer erfolgversprechend befischen, die im Uferbereich eine abfallende Kante aufweisen. Zudem lässt sich auf diese Art und Weise ein Wallerköder direkt vor einem versunkenem Baum oder ähnlichem präsentieren. Ein weiterer Vorteil bei dieser Welsmethode ist, dass die Montage und somit der Köder nicht wegtreiben kann. Schließlich ergibt die Hauptschnur eine Linie von der Rutenspitze bis zu dem Punkt, wo die Wallermontage fixiert ist. Dadurch lässt sich der Wallerköder auch in Flüssen auf einer und derselben Stelle präsentieren. Zudem lässt sich der Köder an der Oberfläche, im Mittelwasser oder in anderen Wassertiefen anbieten und er kann somit seinen Lockeffekt über einen langen Zeitraum entfalten. Erfolgt ein Biss, so sprengt die Reißleine und der Wels lässt sich frei drillen. Anschließend findet man den Hotspot sofort wieder, da man die Wallermontage lediglich wieder an dem Ausleger fixieren muss.

Worauf gilt es beim Abspannen auf Waller zu achten?

Das Abspannen auf Waller ist wie erwähnt eine erfolgversprechende Wallermethode. Allerdings sollte man auf ein paar Dinge achten, damit nichts schief geht. Beim Abspannen gilt es, die Hauptschnur auf Spannung zu bringen, wodurch sich die gesamte Wallerschnur oberhalb des Wassers befindet. Umso größer die Entfernung zum Ausleger ist, desto höher sollte man den Ausleger am Hindernis anknoten. Die Angelschnur bringt auf die gesamte Länge ein bestimmtes Gewicht mit, das es über Wasser zu halten gilt. Anschließend kann Treibgut unter der gespannten Angelschnur hinweg treiben. Weiterhin sollte man beim Abspannen auf Waller im Vorhinein gegebenenfalls die Schifffahrt berücksichtigen. Befindet man sich auf einem Gewässer, wo Bootsverkehr herrscht, so sollte dieser nicht behindert werden. Hier bleibt nach dem Anbinden nur noch die Möglichkeit, die Hauptschnur in der Mitte mit einem Abrissstein oder einem schweren Blei abzusenken, so dass Schiffe über die Schnur fahren können.

Welche Wallerruten eignen sich zum Abspannen auf Waller?

Beim Abspannen auf Waller sollte man auf Wallerruten zurückgreifen, die für diese Angelmethode geeignet sind. Es gilt die Wallerschnur teilweise auf große Entfernungen durch zu spannen. Daher sind lange Wallerruten von 3m bis 3,40m empfehlenswert. Zudem sollte der Rutenblank nicht zu weich ausfallen, sondern ein starkes Rückgrat mitbringen. Durch die Kombination aus Rutenlänge und Aktion lässt sich eine Wallermontage sehr gut abspannen. Trotzdem sollte die Wallerrute nicht zu hart ausfallen, sondern während des Drills mit einem Wels eine gute Aktion aufweisen.

Wie ist die Posenmontage beim Abspannen auf Waller aufgebaut?

Die Posenmontage sieht beim Abspannen auf Waller wie eine normale Posenmontage aus. Als erstes sollte ein freilaufender Karabinerwirbel für die Reißleine auf die Hauptschnur gefädelt werden. Es folgt ein ungefähr 5cm bis 10cm langer Tube, der als Abstandshalter zur Wallerpose dient, die man als nächstes auf die Angelschnur montiert. Hier empfehlen sich Feststellposen, die sich mit einem Knicklicht oder einem Kunststoffstäbchen auf der Schnur fixieren lassen. Anschließend folgen ein Laufblei und ein Wallerwirbel samt Wallervorfach. Über dem Wallerblei sollte man einen Schnurstopper montieren, damit das Laufblei nicht nach oben rutschen kann. Zu guter Letzt fehlt nur noch ein Wallerköder und die Welsmontage zum Abspannen auf Waller ist einsatzbereit.

Gute Ausleger und Wallerposen zum Abspannen auf Waller findet ihr hier: Wallerposen

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Abspannen auf Wels

24.08.2017 20:00 von Teamangler

Abspannen auf Wels

Abspannen auf Wels - wer Welse fangen möchte hat viele Möglichkeiten dies zu tun. Grundsätzlich gibt es zwei unterschiedliche Grundausrichtungen der Taktik. Entweder man stellt den gebartelten Raubfischen mit aktiven Methoden nach, oder man versucht sie beim Ansitzangeln zu fangen. Zu den aktiven Methoden gehören beispielsweise das Spinnfischen, oder das Klopfen mit dem Wallerholz. Eine der erfolgreichsten Montagen, die man zum stationären Welsangeln verwenden kann, ist die Abspann-Montage. Diese Methode ist recht einfach im Aufbau und sehr effektiv. Zwei Gründe, warum sie von vielen Welsanglern gerne eingesetzt wird. Mit dem Abspannen auf Wels wurden seit den Anfangsjahren der modernen Welsangelei sehr viele Welse gefangen und ein Ende ist nicht in Sicht.

Abspannen auf WelsAbspannen auf Wels - wie bindet man die Montage?

Die Montage für das Abspannen auf Wels ist recht einfach aufgebaut. Sie besteht aus einem Vorfach, einem Wirbel, einer Perle, einem Blei, einem Silikonstopper, einer Pose und einem weiteren Wirbel. Zunächst fädelt man einen der Wirbel auf die Hauptschnur, die geflochten sein und einen Durchmesser von 0,50 bis 0,60 Millimeter aufweisen sollte. Es folgt die Pose mit circa 300 Gramm Auftrieb. Anschließend schiebt man den Silikonstopper, das Blei und die Perle auf die Schnur. Das Blei sollte ein Gewicht zwischen 150 und 200 Gramm aufweisen. Ans Ende der Hauptschnur knotet man den zweiten Wirbel. Der Silikonstopper dient dazu das Blei direkt oberhalb des Wirbels, respektive der Perle zu fixieren. Ohne die Fixierung könnte es passieren, dass es die Bebleiung nicht schafft, den Köder in der gewünschten Tiefe zu halten, was wiederum schlechtere Fangergebnisse nach sich ziehen würde. Um der Montage den letzten Schliff zu geben, muss man nun bloß noch ein passendes Vorfach in den Wirbel einhängen. Dieses Vorfach für das Abspannen auf Wels besteht entweder aus einer geflochtenen, oder aus einer monofilen Schnur mit 1,2 Millimeter Durchmesser und hat bestenfalls exakt einen Meter Länge. Die genaue Abmessung ist wichtig, weil sie die Tiefeneinstellung vor dem Auslegen extrem erleichtert. Man arbeitet genauer und dadurch zielgerichteter. Ans Ende des Vorfachs, welches zum Abspannen auf Wels verwendet werden soll, kommt entweder ein Einzelhaken, ein System aus Einzelhaken und Drilling, oder ein System aus einem normalen und einem kleinen Einzelgreifer. Einzelhaken verwendet man, wenn man nur sehr kleine Köder zur Verfügung hat. Systeme aus Einzelhaken und Drilling kommen beim Abspannen auf Wels zum Zuge, wenn man große Köder benutzt, oder dann, wenn man es mit vorsichtig beißenden Fischen zu tun hat. Rigs, die über zwei Einzelhaken verfügen nennt man Haar-Montagen. Sie funktionieren wie die beim Karpfenangeln bekannten Hair-Rigs. Mit dem Unterschied, dass statt eines Boilies am Ende des Haars ein Köderfisch befestigt wird. Dies gelingt über den Haken am Ende des Haars.

Gutes Zubehör zum Abspannen auf Wels findest du hier: Wallermontage

Abspannen auf Wels - wie bringt man das Ganze auf Spannung?

Damit man die Montage beim Abspannen auf Wels so richtig schön durchspannen kann, braucht man einen Fixpunkt. Gut eigenen sich Bäume, Äste oder andere Strukturen, an denen sich problemlos eine Schnur festknoten lässt. Ist ein entsprechendes Objekt gefunden, bringt man dort eine sogenannte Auslegerschnur an. Sie sollte geflochten und ungefähr so dick sein, wie die Hauptschnur. Ist die Schnur am Ufer fixiert, fährt man mit dem Boot so lange in Richtung des Angelplatzes, bis man sich genau an der Stelle befindet, an der später der Köder hängen soll. An dieser setzt man einen Cut und versieht das Ende des Auslegers mit einem Auftriebskörper, der über einen Karabiner verfügt. Dies ist für das Abspannen auf Wels deshalb wichtig, weil die Auslegerschnur dadurch nicht absinkt und nachts leichter gefunden werden kann, wenn man die Montage nach einem Biss erneut auslegen möchte. Abschließend nimmt man sich zum Abspannen auf Wels ein 15 Zentimeter kurzes Stück und 0,40 Millimeter dickes Stück Mono an dessen Enden jeweils eine Schlaufe gebunden wird. Danach klinkt man es mit der einen Schlaufe in den Karabiner des Auslegers und mit der anderen in den Wirbel der Montage, der über der Pose platziert ist. Man fährt zurück ans Ufer, stellt die Rute in den Halter, dreht die Bremse fast komplett zu und bringt das ganze Gebilde auf Spannung. Die Tiefeneinstellung der Pose beim Abspannen auf Wels gelingt mit einem Knicklicht, das man nutzt um die Schnur gegen die Schnurführung der Pose zu klemmen. Beim Abspannen auf Wels besteht dann jedoch die Gefahr, dass man die Schnur bis zum Blei durch die Pose zieht, wenn Spannung erzeugt wird. Dies verhindert ein halber Schlag um das genannte Knicklicht. Die Montage für das Abspannen auf Wels ist somit ausgebracht und nun beginnt die Zeit des Wartens, bis hoffentlich der Anbiss eines Wallers erfolgt.

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Bojenmontage

10.02.2017 12:55 von Teamangler

Bojenmontage zum Wallerangeln

Bojenmontage - Sie ist eine sehr beliebte Wallermontage, die überall in Europa beim Welsangeln eingesetzt wird. Mit ihr kann der Köder auf einer Stelle in Grundnähe, Mittelwasser oder Oberfläche angeboten werden, ohne dass die Montage wegtreibt. Der Köder befindet sich somit über einen langen Zeitraum auf einem Platz und kann dort seine Lockwirkung entfalten. Ihr Einsatzgebiet findet die Bojenmontage dort, wo es keine andere Möglichkeit gibt, die Wallermontage mittels einer Reißleine anzubinden. Für die Bojenmontage wird zum einen eine Wallerboje, Auslegeschnur samt Ausleger sowie eine Reißleine benötigt und zum anderen die fertige Posenmontage an der Wallerrute. In unserem speziellen Wallershop finden Sie sämtliches Wallerzubehör, das für den Bau einer Bojenmontage benötigt wird sowie passende Wallerruten und Wallerrollen.

Bojenmontage - Eine sehr effektive Angelmethode beim Welsfischen!

Bojenmontage - Wie funktioniert diese Wallermontage?

BojenmontageBojenmontage - Diese spezielle Wallermontage ist wohl eine der beliebtesten Angelmethoden zum Welsfischen in ganz Europa und erfreut sich am Ebro in Spanien, am Po in Italien, an der Rhone in Frankreich sowie an deutschen Gewässern gleichermaßen großer Beliebtheit. Dies ist allerdings nicht der einzige Grund, warum auf die Bojenmontage viele Großwelse der letzten Jahre gefangen wurden, sondern mitverantwortlich dafür ist ihre Funktionalität während verschiedener Bedingungen am Gewässer. Diese Wallermontage funktioniert recht simpel und dient dafür, den Welsköder über einen langen Zeitraum auf einer und derselben Stelle zu halten, ohne dass er wegtreiben und somit seine Lockwirkung entfalten kann. Dazu wird eine Boje benötigt, die mittels einem schweren Gewicht einige Meter hinter dem HotSpot verankert wird. An der Boje befindet sich eine Schnur samt Ausleger, die so lang gewählt ist, dass sie bis knapp anderthalb Meter vor dem Spot endet. An diesem Ausleger wird wiederum die fertige Posenmontage der Wallerrute mittels einer ca. 1,5m langen Reißleine fixiert und anschließend die gesamte Montage auf Spannung gezogen. Das Resultat ist, dass die gespannte Hauptschnur von der senkrecht stehenden Wallerrute geradewegs durch die Luft Richtung Pose verläuft und Treibgut drunter her schwimmen kann. Die Außlegerschnur dient als Abstandshalter zur Boje, so dass vorsichtige Welse nicht mit der Bojenschnur in Berührung kommen können und gegebenenfalls ein lebendiger Köderfisch (natürlich nur da, wo erlaubt!) nicht in das Seil schwimmen kann. Der Wallerköder bleibt auch in stark strömenden Gewässern an einem Platz und kann dabei im Mittelwasser oder der Oberfläche angeboten werden.

Bojenmontage - Welches Wallerzubehör wird benötigt?

Für die Bojenmontage wird folgendes Welszubehör benötigt:

  • Wallerboje Es gibt spezielle Bojen zu kaufen, die auf das Wallerangeln ausgelegt sind und mehrere Ösen aufweisen, an die Auslegerschnüre geknotet werden können. In der Regel sind diese Bojen aufblasbar, damit sie leicht zu verstauen sind und einen hohen Auftrieb besitzen. Unterhalb befindet sich ein weiterer Haken oder eine Öse für das Ankerseil, dass aus einem verrottbaren Material gewählt werden sollte. Als Gewicht kommen bei der Bojenmontage Steine zum Einsatz, die schwer genug für die Strömungsverhältnisse sein sollten.
  • Auslegeschnur samt Ausleger Als nächstes wird für die Bojenmontage eine Auslegerschnur benötigt, die an die Boje geknotet wird und mindestens fünf Meter Länge aufweisen sollte, damit ein großer Abstand zum Köder entsteht. Hierzu kann beispielsweise alte Wallerschnur verwendet werden, die für diese Zwecke völlig ausreicht. Auf die Schnur wird ein sogenannter Ausleger gefädelt, der dazu dient, das Ende der Auslegeschnur auch im Dunkeln schnell wiederzufinden. Anschließend wird ein Wirbel an das Ende der Schnur geknotet, in den später die Reißleine eingehängt wird.
  • Reißleine Die Reißleine sollte bei der Bojenmontage mindestens 1,5m aufweisen, damit ein sogenannter Bent-Hook-Effekt entsteht. Dabei dehnt sich beim Biss die Reißleine bis sie gesprengt wird und der Bungee-Effekt lässt den Haken in das harte Welsmaul eindringen. Als Durchmesser der Reißleine dienen monofile Schnüre von 0,40mm bis 0,60mm, wobei das natürlich variiert werden kann.
  • Posenmontage Die Boje ist bereit und es fehlt schließlich noch die Posenmontage, damit die gesamte Bojenmontage einsatzbereit ist. Hierzu wird als erstes ein kleiner Wirbel auf die Hauptschnur gefädelt, der frei läuft und in den später die Reißleine eingehängt wird. Es folgt eine Feststellpose mit ca. 200g Tragkraft sowie ein angepasstes Laufblei und eine Gummiperle als Knotenschutz. Schließlich wird der Wallerwirbel an die Hauptschnur geknotet, an dem letztendlich das Wallervorfach befestigt wird.
Gutes Welszubehör für die Bojenmontage findet ihr hier: Wallershop

Bojenmontage - Wann macht es Sinn, sie einzusetzen?

Die Bojenmontage hat verschiedene Einsatzgebiete, wobei sie hauptsächlich dort eingesetzt wird, wo es beim Abspannen auf Waller keine anderen Anbindepunkte, wie Äste oder Bäume, gibt. Dies ist beispielsweise der Fall, wenn die Kante im Gewässer weiter vom Ufer entfernt verläuft und der Köder genau dort präsentiert werden soll. In diesem Falle wird die Boje ganz einfach einige Meter hinter der Kante abgelegt und der Köder mittels dem Ausleger samt Reißleine dort präsentiert, wo er hin soll. Weiterhin wird die Bojenmontage dann verwendet, wenn der Köder im Mittelwasser bis hin zur Wasseroberfläche auf einem und denselben Platz angeboten werden soll. Dies ist besonders beim Wallerangeln in Flüssen der Fall, wo es andernfalls schwer werden würde, einen Köder auf einer Stelle schwebend im Freiwasser zu präsentieren. Die Bojenmontage kann allerdings nur dort vernünftig eingesetzt werden, wo ein Boot erlaubt ist, da es ansonsten schwer werden würde, die Boje abzusetzen und die Posenmontage anzubinden. Weiterhin gilt es darauf zu achten, dass die Bojenmontage nur dort eingesetzt wird, wo die Schifffahrt sowie Wassersportler nicht behindert werden.

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Bojenmontagen

23.01.2017 13:51 von Teamangler

Bojenmontagen

Bojenmontagen - diese Montage ist eine der ersten Methoden, die für den stationären Welsfang angewendet wurde. Nach wie vor gelingen mit der Boje überragende Fangergebnisse, sodass sie damals wie heute unbedingt zum Repertoire eines ambitionierten Welsanglers gehören sollte.

 

Bojenmontagen - was brauche ich alles dafür?

BojenmontagenNeben einer Pose, einem Blei, einer Gummiperle, einem Silikonstopper, zwei Karabiner-Wirbeln, einer Reißleine und dem Vorfach benötigt man für die Bojenmontagen außerdem ein fünf bis zehn Kilogramm schweres Gewicht, eine stabile Schnur mit hoher Tragkraft, einen großen Auftriebskörper mit ungefähr zehn Liter Fassungsvermögen, sowie einen kleineren Schwimmkörper und ein etwas längeres Stück alte Hauptschnur. Das passende Zubehör findet ihr hier: Bojenmontage

 

Bojenmontagen - wie ist sie aufgebaut?

Der Aufbau der Bojenmontagen ist simpel. Um sie herzustellen, wird zuerst einer der Karabiner auf die Hauptschnur gefädelt, gefolgt von der Pose, dem Silikonstopper, dem Blei und der Gummiperle in genau dieser Reihenfolge. Am Ende der Schnur wird der zweite Karabiner befestigt und darin schlussendlich das Vorfach eingehängt. In den Karabiner, der oberhalb der Pose sitzt, wird die Reißleine eingehängt. Der Stopper oberhalb des Bleis ist dazu da, zu verhindern, dass das Blei auf der Schnur nach oben rutscht und sich somit ungewollt der Schwerpunkt der Montage verlagert. Dies kommt vor allem beim Einsatz von lebenden Köderfischen zum Tragen, wenn diese in Richtung Wasseroberfläche schwimmen - natürlich nur dort, wo der lebende Köder auch erlaubt ist. Um die Bojenmontage zu komplettieren, wird die oben beschriebene starke Schnur an dem schweren Gewicht fixiert. Dieses Gewicht wird auf den Gewässergrund sinken gelassen. Dort wo die Bojenschnur die Oberfläche erreicht, wird sie an dem großen Auftriebskörper festgeknotet. Ebenfalls wird dieser auch als Boje bezeichnete Schwimmkörper mit der so genannten Auslegerschnur versehen. Als Auslegerschnur dient das längere Stück alter Hauptschnur. Dieses Stück wird so abgelängt, dass man sich, wenn man es in der Flucht zur am Ufer platzierten Angelrute spannt, genau über dem gewünschten Hotspot befindet. Dort wird dann abschließend noch der kleine Schwimmkörper angebunden. Er dient als Aufnahme für die Reißleine, die wiederum als Verbindungsglied zwischen der eigentlichen Montage und der Boje dient. Das Ganze Gebilde wird auf Spannung gebracht und der Köder auf diese Weise am gewünschten Platz fixiert. Kommt ein Biss, wird die Reißleine durch Fisch und Anhieb gesprengt und gibt den Wels zum Drill frei.

 

Bojenmontagen - wann und wo kommt sie zum Einsatz?

Die Bojenmontagen kommt überall dort zum Einsatz, wo dem Angler die nötige Strömung für eine saubere Präsentation mit der Unterwasserpose fehlt. Sie findet also vor allem in Stillgewässern und in langsam fließenden oder stehenden Flussabschnitten Anwendung. Ist die Strömung zu stark, hat das mehrere Nachteile. Zum einen wird die Montage vom Druck des Wassers hochgedrückt, wodurch es unmöglich ist, dauerhaft in der angepeilten Tiefe zu angeln. Zum anderen beginnt die Boje zu wandern, verzieht dadurch die Montage und nimmt sie in den meisten Fällen aus dem Rennen.

 

Bojenmontagen - Welche Vorteile hat sie im Vergleich zu anderen Montagen?

Der größte Vorteil der Bojenmontagen ist, dass man zu jedem Zeitpunkt des Angelns die Möglichkeit hat den Köder zu kontrollieren. Man muss dazu lediglich die Schnur unterhalb der Pose greifen und das Vorfach nach oben ziehen. Allerdings darf dabei die Spannung, die auf die gesamte Montage wirkt nicht zu stark erhöht werden, da ansonsten die Reißleine ungewollt knallt. Ein zweiter, sehr interessanter Vorzug der Bojenmontage ist die punktgenaue Köderfixierung, die bei optimalen Rahmenbedingungen und der richtigen Bebleiung erreicht werden kann.

 

Bojenmontagen - Welche Nachteile hat sie im Vergleich zu anderen Montagen?

Ein gravierender Nachteil der Bojenmontage ist die Tatsache, dass es unmöglich ist diese ohne Boot zu installieren. Natürlich werden jetzt einige sagen, dass sie doch auch rausgeschwommen werden könnte. Davon ist jedoch in Anbetracht der dabei entstehenden Gefahren in den meisten Fällen abzusehen.

 

Bojenmontagen - Welche Besonderheiten gibt es zu beachten?

Eine zu beachtende Besonderheit ist die Vermeidung eines bei der Anwendung der Bojenmontage sehr gerne gemachten Fehlers. Oftmals kann man beobachten, dass das Steingewicht und die Boje an genau dem Ort abgelassen werden, der für den Angler den absoluten Hotspot darstellt. Dies ist allerdings gundlegend falsch, da nicht die Boje, sondern der Köder an besagtem Hotspot hängen sollte, respektive sogar muss. Die Boje sitzt in der gleichen Flucht um genau die Länge hinter dem Köder, die man als Abstand zwischen Boje und Pose festlegt. Weiterhin ist es wichtig, immer Handschuhe im Boot zu haben, um am Morgen nach dem Angeln die Boje und natürlich auch das Steingewicht wieder aus dem Wasser entfernen zu können. Wer ein schweres Gewicht an vergleichsweise dünner Bojenleine aus großer Tiefe bergen muss, riskiert Schnittwunden, die bei einer längeren Angeltour das Arbeiten erschweren und sich im schlimmsten Fall entzünden. Die angesprochenen Handschuhe vermeiden dies und können zusätzlich auch noch für das Landen der Welse genutzt werden.

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