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Welsangeln vom Ufer

16.07.2017 08:06 von Teamangler
Kategorie: Wallerangeln

Welsangeln vom Ufer

Welsangeln vom Ufer - eine Vorgehensweise, der sehr viele Angler nachgehen. Dabei kommen unterschiedliche Montagen und Taktiken zum Einsatz. Sehr viele große Welse werden vom Ufer aus gefangen, allerdings bietet diese Grundausrichtung nicht nur Vor-, sondern auch Nachteile. Wie sich dies im Detail verhält, wird im Folgenden beleuchtet.

Welsangeln vom Ufer - Was versteht man darunter?

Welsangeln vom UferUnter Welsangeln vom Ufer versteht man die Festlegung des Anglers auf einen bestimmten Uferplatz, an dem er seine Montagen ausbringt, um das umliegende Wasser zu befischen. Dieser Platz wird dann für einen bestimmten Zeitraum besetzt, in der Hoffnung, einen umherziehenden, oder dort abliegenden Wels zum Biss zu verleiten. Neben dem Ansitz, kann das Welsangeln vom Ufer auch "aktiv" erfolgen, wie beispielsweise beim Spinnfischen. Das bedeutet, dass der Angler mit seiner Ausrüstung nicht wie beim Ansitz stationär fixiert ist, sondern am Ufer Strecke macht und im Verlauf der Zeit mehrere aussichtsreiche Plätze ausprobiert.

Welsangeln vom Ufer - Was benötigt man dazu?

Neben den Angelruten braucht der Angler auch unbedingt Rutenhalter, in denen er die Ruten sicher verankern kann. Ist der Boden zu hart für die Aufnahme der gängigen Modelle, muss notfalls auf Rodpods zurückgegriffen werden, wobei diese aus dem Karpfenbereich bekannten Ablagen nicht optimal für die Anwendung im Welsbereich sind. Da man beim Welsangeln vom Ufer normalerweise über die Zeit zum Fisch gelangt, sollte der Angler zumindest einen Stuhl dabei haben, für den, der über Nacht bleiben möchte, gehört die Liege zum Pflichtprogramm - Schirm und Schlafsack inklusive. Für reibungsloses Angeln ist ein Auslegeboot unabdingbar. Mit diesem schwimmenden Untersatz gelingt es besser, die Montagen punktgenau zu platzieren und auch die Drills, besonders die von großen Fischen, gehen vom Boot aus besser von der Hand, da man auf jegliches Fischverhalten flexibel reagieren kann.

Welsangeln vom Ufer - Welche Montagen kommen zum Einsatz?

Für das Welsangeln von Ufer kann nahezu das komplette Repertoire der bekannten Welsmontagen abgerufen werden. Dazu zählen in erster Linie das Angeln mit der Unterwasserpose, die Bojenmontage, die Stockmontage, das Abspannen ans gegenüberliegende Ufer, die Knochen- und Kranmontage, das Sideplanerfischen oder auch das Angeln mit einer einfachen Posenmontage, die mit der Strömung Treiben gelassen wird. Für das Aktivangeln kommt die klassische Spinnfischmontage, bestehend aus Vorfach, Karabiner und Köder in Frage.

Welsangeln vom Ufer - Welche Vorteile bietet diese Angelei?

Der größte Vorteil, den diese Angelei bietet ist die Ruhe, die während des Wartens auf den Biss auf dem Wasser herrscht. Natürlich wirken sich auch Trittschall und jegliche andere größere Erschütterungen, die vom Angler am Ufer erzeugt werden, negativ auf das Beißverhalten aus. Allerdings ist die Gefahr, beim Bootsangeln ungewollte Störgeräusche zu erzeugen, wesentlich höher. Hinzu kommt, dass diese Geräusche über den Resonanzkörper, den das Boot darstellt in sämtliche Richtungen und sehr weit übertragen werden. Diese Scheuchwirkung ist beim Schall der am Ufer entsteht wesentlich geringer.

Welsangeln vom Ufer - Welche Nachteile bietet diese Angelei?

Der wesentlichste Nachteil beim Welsangeln vom Ufer ist die vergleichsweise geringe Reichweite. Während ein Bootsangler nahezu jeden beliebigen Platz befischen kann, den das Gewässer hergibt, ist der Uferangler auf die Spots angewiesen, an deren Ufer die Möglichkeit besteht, die Ruten und bestenfalls auch zumindest eine Liege aufzustellen. Die Anzahl der Spots, die dadurch erreicht werden können, ist deshalb deutlich geringer, wodurch diese Zonen häufig einem hohen Angeldruck unterliegen. Dieser Druck sorgt für mit der Zeit für vorsichtig beißende Fische und langfristig für schlechte Ergebnisse. Ausgetretene Uferpartien sind deshalb oftmals ein Indikator für eine schwierige Angelei.

Welsangeln vom Ufer - Welche Fische sind zu erwarten?

Beim Welsangeln vom Ufer ist mit sämtlichen Fischgrößen zu rechnen. Vom Nachwuchs bis zum alten, kapitalen Bestands-Oberhaupt ist jederzeit alles möglich. Gerade für die großen Fische kann die Ruhe, die diese Art des Welsangelns gewährleistet, ein entscheidender Aspekt sein, denn die erfahrenen Tiere wittern im Regelfall bei der kleinsten Auffälligkeit Lunte und suchen das Weite. Dieser Sachverhalt wird vielen unachtsamen Bootsanglern schnell zum Verhängnis.

Welsangeln vom Ufer - Welche Besonderheiten gibt es zu beachten?

Wer das Welsangeln vom Ufer erfolgreich betreiben möchte, der sollte darauf achten, seinen Angelplatz stets durchdacht zu strukturieren. Das heißt, dass die Montagen so abgelegt werden sollten, dass man sich im Falle eines Bisses und eines daraus resultierenden Drills nicht selbst behindert. Genügend Platz zwischen den einzelnen Fallen ist deshalb beim Welsangeln vom Ufer eine wichtige Grundregel. Außerdem macht es Sinn darauf zu achten, dass man nicht mit zu vielen Ruten zu Werke geht. Je weniger Schnüre sich im Wasser befinden, desto weniger negative Aufmerksamkeit erregt man bei den Welsen, die den beangelten Bereich bewohnen oder passieren. Aufgrund dieser Tatsache ist es ratsam, sich beim Welsangeln vom Ufer vor dem Setzen einer jeden Montage zu hinterfragen, ob sie in diesem Moment unbedingt benötigt wird, oder ob man den Spot auch mit weniger Ködern effektiv abfischen kann.

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