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Wallerpellets

29.09.2017 15:00 von Teamangler
Kategorie: Welsköder

Wallerpellets

Wallerpellets - in diesem Artikel möchten wir uns mit einem Köder beschäftigen, der die Gemeinschaft der Welsangler spaltet. Die eine Gruppe vertritt die Meinung, dass der Wels auch als der Raubfisch beangelt werden sollte, der er ist, während die andere Gruppe das Ganze wesentlich entspannter sieht und den Wels mit den Mitteln fängt, die sich anbieten. Welche der beiden Meinungen die richtige ist, muss jeder Welsangler für sich selbst entscheiden. Jeden Wallerangler, den das Angeln mit Pellets interessiert, möchten wir mit diesem Artikel ansprechen, einige Details dazu erklären und Hintergründe aufdecken.

Wallerpellets - was ist das?

Wallerpellets sind, wenn man so will, in Form gebrachte Klumpen aus Fischmehl und Fischölen. Im Normalfall lösen sie sich sehr gut unter Wasser auf und senden dabei eine attraktive Lockwolke an ihr Umfeld aus. Es gibt Pellets in allen Größen und für jeden anglerischen Anwendungsfall. Wallerpellets sind wesentlich größer als normale Pellets. Kaufen kann man Pellets entweder online, oder beim gut sortierten Angelfachhändler um die Ecke. Geliefert werden sie in verschieden großen Gebinden, von der 1-Kilogramm-Tüte, bis zum 25-30 Kilogramm-Sack. Es gibt Wallerpellets mit und ohne Loch in der Mitte. Das Montieren am Rig erleichtern Pellets mit Loch, verwendbar sind grundsätzlich aber beide Varianten.

Gute Wallerpellets zum Welsangeln findest du hier: Wallerpellets

WallerpelletsWallerpellets - warum sind sie effektiv?

Die Wallerpellets sind als Köder deshalb so effektiv, weil sie in der Beschaffung für den Wels einen sehr geringfügigen Aufwand bedeuten, ihm aber trotzdem eine riesige Menge an Nährstoffen bieten. Denn letztendlich muss der Wels nichts anderes tun, als die Pellets am Gewässergrund zu lokalisieren und sie einzusaugen. Im Vergleich zu dem Aufwand, den er aufbringen muss, um andere Fische zu erbeuten, ist der Pellet also wesentlich erschwinglicher für den Waller. Man könnte auch sagen die Wallerpellets haben für die Waller einen sehr attraktiven Aufwand-Nutzen-Faktor.

Wallerpellets - wie kam es dazu?

Dass es möglich ist einen Raubfisch wie den Wels auf für ihn völlig untypische Nahrung wie Wallerpellets zu konditionieren, wurde durch einen Zufall festgestellt. Vor einigen Jahren wurden am Ebro Karpfenmeisterschaften ausgetragen, bei denen Teams aus verschiedenen Ländern im Wettkampf gegeneinander angelten. Es ging darum möglichst viele Karpfen zu fangen und für dieses Unterfangen wurde entsprechend intensiv gefüttert - von jedem einzelnen Team. Womit viele zunächst nicht rechneten ist, dass die Welse sehr schnell lernten, die neu entstandene Nahrungsquelle für sich zu nutzen. Sie bedienten sich am reich gedeckten Buffet aus Pellets und nach und nach wurden immer mehr der schleimigen Bartelträger auf die Karpfenruten als Beifang erbeutet. Den Welsanglern blieb dieser Vorgang nicht lange vorborgen und so dauerte es nicht lange, bis es gezielt mit Pellets auf Waller versucht wurde. Lange Rede, kurzer Sinn: Es funktionierte extrem gut, anfangs sogar wesentlich besser als viele andere Angeltechniken. Ware Massenfänge wurden möglich. Auch die Industrie stellte sich darauf ein und so war es nur eine Frage der Zeit, bis es die ersten speziellen Welspellets zu kaufen gab. Bis heute sind die Welse auf Pellets fangbar, auch wenn sich die Ergebnisse im Vergleich zur ereignisreichen Anfangszeit mittlerweile wieder relativiert haben.

Wallerpellets - wie sieht die Montage aus?

Die Montage für das Angeln mit Pellets erinnert stark an eine einfache Grundmontage für Karpfen. Die Pellets werden hier, wie beim Boilie-Angeln, auf das Haar des Haar-Rigs gezogen. Ein Festblei sichert den Hakeffekt, oder sagen wir zumindest einen gewissen "Vorhakeffekt". Denn dadurch, dass das Wallermaul größtenteils recht hart ist, reicht das Bleigewicht häufig nicht aus, um die Fische komplett sauber zu haken. Ein Anhieb sollte deshalb vom Angler immer gesetzt werden.

Wallerpellets - welche Fische sind damit möglich?

Mit Wallerpellets kann man alle Welse fangen, die in einem Gewässer vorkommen und sich an die Pellets als Nahrungsquelle gewöhnt haben. Kleine Welse, aber auch sehr große Waller sind mit den Wallerpellets fangbar. Besondere Chancen auf große Fische hat man dann, wenn man in einem Bereich angelt, in dem die Großfische ihre Nahrungssuche optimiert haben und die Pellets auch oft einem Köderfisch vorziehen.

Wallerpellets - gibt es Alternativen?

Manche Angler kombinieren ihre Pelletplätze durch das Zufüttern von Calamari-Stücken. Dies erhöht die Lockwirkung und man hebt sich etwas vom Rest der Anglerschaft ab, weil man den Wallern sozusagen den Futterplatz mit einigen Pralinen garniert. Oftmals werden die Calamari-Stücke dann auch als Hakenköder auf dem Pellet-Calamari-Spot gefischt. Dem Angler gelingt es dadurch etwas Abwechslung in seine Köderpräsentation zu bringen, was in schwierigen Phasen oder bei zäh beißenden Fischen ein echter Joker sein kann. Am spanischen Ebro, dem wohl bekanntesten Revier Europas für das Angeln mit Wallerpellets, sind sowohl die Pellets, als auch die Calamaris in den umliegenden Geschäften zu beziehen, sodass kein Leerlauf, sondern ein kontinuierliches Füttern, Angeln und Fangen vollzogen werden kann.

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