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Wallerbiss

14.04.2017 10:28 von Teamangler
Kategorie: Wallerangeln

Wallerbiss

Wallerbiss - in vielen Berichten, Artikeln, Videos und Fachvorträgen wird sich damit beschäftigt, wie man es schafft einen Wallerbiss zu erhalten. Doch darüber, wie ein Wallerbiss denn tatsächlich aussieht, woran man ihn erkennt und wie man im Fall eines Bisses reagieren sollte, darüber wird oftmals nicht berichtet. Deshalb möchten wir mit dieser Abhandlung die wichtigsten Hinweise zum Thema "Wallerbiss" vermitteln und aufzeigen, was es wann zu tun gibt, wenn man am Ende des Tages einen Wels auf die Abhakmatte ziehen möchte.

Wallerbiss - wie erkennt man ihn?

WallerbissDamit dieser Bericht auch von absoluten Neulingen in der Welsangelei verstanden werden kann, sollte zunächst erwähnt werden, dass die Ruten beim stationären Welsangeln in der Regel immer senkrecht aufgestellt werden. Dies gelingt über spezielle Rutenhalter - diese findet ihr hier: Welsrutenhalter. Nach dem Postieren der Rute im Halter, wird die Schnur leicht auf Spannung gebracht, wodurch der Angler jeden Zupfer, der am Köder geschieht, erkennen kann. Als wichtigste Hilfe, für die Erkennung eines Welsbisses, gilt die Rutenspitze. Anhand dessen, wie stark sie ausschlägt, lässt sich ein Wallerbiss als ein solcher identifizieren. Gerade dann, wenn man mit einem Köderfisch angeln darf und diesen einsetzt, ist es nicht immer ganz leicht zu unterscheiden, ob es sich bei den Bewegungen der Rutenspitze um einen Wallerbiss, oder um die Aktivitäten des Köfis handelt. Als Faustregel ist jedoch zu sagen, dass immer, wenn sich die Rute in einen konstanten Vorzug begibt und über den normalen Bewegungsradius des Köders hinausgeht, ein Biss vorliegt. Meistens geht dieser konstanten Vorzugbewegung ein Ruck in der Rute voran. Dieser Ruck wird von vielen Welsanglern gerne als Anklingeln bezeichnet, weil das Glöckchen, welches sich im Regelfall an der Rutenspitze befindet, in diesem Moment ein sehr charakteristisches Klingeln von sich gibt. Wer schon viele Welsbisse erlebt hat, erkennt allein an der Akustik, ob es sich bei einem Klingeln um einen Biss, oder nur um eine Aktivität des Köders handelt. Der beschriebene Ruck entsteht übrigens durch das Einsaugen des Köders durch den Wels. Der konstante Vorzug der Rute entsteht, wenn der Wels abdreht und versucht mit seiner Beute zu flüchten. Allerdings geht dem Wallerbiss nicht immer ein Anklingeln voraus. Das Abdrehen des Welses und der Vorzug der Rute können mitunter auch plötzlich und unerwartet auftreten.

Wallerbiss - wann sollte der Anhieb erfolgen?

Der Anhieb sollte bei einem Wallerbiss immer dann erfolgen, wenn sich die Rute in die angesprochene Vorzug-Bewegung begibt. In diesem Augenblick kann man sehr sicher sein, dass der Wels den Köder im Maul hat, fest umschlungen von seinen Kiefern. Die Chance den Haken erfolgreich im Maul des Welses zu fixieren, ist logischerweise zu keinem anderen Zeitpunkt höher. Und genau aus diesem Grund kann ich auch nur jedem empfehlen, nicht mit dem Anhieb zu warten, bis der Fisch die Reißleine sprengt. Denn in diesem Moment bricht das komplette Schnurgebilde in sich zusammen, die Leine wird locker und bevor der Angler genügend Schnur aufnehmen kann, um Kontakt zum Fisch zu bekommen, hat dieser genug Zeit den Köder einfach wieder auszuspucken.

Wallerbiss - was sollte man im Vorfeld beachten?

Da ein Wallerbiss sehr brachial und kraftvoll ausfallen kann, sollte man immer darauf achten, dass die Ruten in einer entsprechend stabilen Basis, in Form eines Rutenhalters, verankert sind. Der Rutenhalter selbst muss aus einem Material gefertigt sein, das den Kräften, die bei einem Wallerbiss entstehen, gewachsen ist. Kunststoffrutenhalter sind hier komplett untauglich. Welsangler setzen in der Regel auf haltbares Aluminium oder Edelstahl.

Wallerbiss - welche Bissanzeiger unterstützen die Bisserkennung?

Damit man einen Biss auch nachts hören kann, sollte man auf eine Kombination aus Glöckchen und elektronischem Bissanzeiger zurückgreifen. Der elektronische Bissanzeiger schafft es, sofern man das richtige Modell ausgewählt hat, Bisse zu erkennen, bei denen das Glöckchen überfordert ist. Ein langsamer Vorzug beispielsweise, kann nicht mit einem Glöckchen angezeigt werden. Natürlich könnte man auch komplett auf die Glocke verzichten. Für die meisten Welsangler gehört das Glöckchen jedoch zum Welsangeln wie die Rolle zur Rute. Für einen besseren Überblick bei Nacht sorgen Knicklichter, die an den Rutenspitzen montiert werden können.

 Welsbissanzeiger findet ihr hier: Welsbissanzeiger

Wallerbiss - kann man am Biss die Fischgröße erkennen?

Nach vielen Jahren des Wallerangelns traue ich mir die Behauptung zu, dass man an einem Wallerbiss nicht immer auf die Größe des beißenden Welses erkennen kann. Klar, gibt es deutliche variierende Muster nach denen sich Attacken kleinerer und größere Waller unterscheiden. Während kleine Fische eher ein hektisches Ausschlagen der Rutenspitze auslösen, äußert sich der Welsbiss eines großen Welses im Normalfall in einem langsamen Vorzug, der in einer maximal gekrümmten Rute und einer kreischenden Rolle endet. Allerdings kommt es in regelmäßigen Abständen vor, dass kleine Welse ein Beißverhalten wie große Exemplare hinlegen und umgekehrt.

 

 

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