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Wallerangeln ohne Boot

28.04.2017 10:55 von Teamangler
Kategorie: Wallerangeln

Wallerangeln ohne Boot

Wallerangeln ohne Boot - zum Wallerangeln gibt es sehr viele verschiedene Montagen und Methoden. Viele dieser Möglichkeiten setzen allerdings voraus, dass der Angler im Besitz eines Bootes ist und dieses zum Auslegen der Montagen benutzen kann und darf. Leider trifft dies auf viele Angler und Gewässer nicht zu. Im Folgenden haben wir einiges zum Wallerangeln ohne Boot zusammengetragen, um auch denjenigen Anhaltspunkte zu liefern, die aus verschiedenen Gründen nicht mit einem Boot arbeiten können.

Wallerangeln ohne Boot - ist es überhaupt möglich?

Die erleichternde Antwort für alle, die das Wallerangeln ohne Boot betreiben möchten: Ja es ist möglich! Ein Boot begünstigt das ganze Unterfangen zwar immens, ist jedoch nicht zwingend notwendig, um einen Wels zu fangen.

Wallerangeln ohne Boot - welche Möglichkeiten gibt es?

Es gibt mehrere Möglichkeiten und Wege den Köder ohne Boot an seinen Bestimmungsort zu verfrachten. Wir haben hier eine der beliebtesten Methoden zum Wallerangeln ohne Boot aufgegriffen.

Wallerangeln ohne Boot - Zweirutentechnik

Wallerangeln ohne BootBei der sogenannten "Zweirutentechnik" wird der Köder, wie der Name bereits erahnen lässt, mit Hilfe zweier Ruten zu Wasser gebracht. Dazu montiert man zunächst die Wallerrute mit einem Blei, welches beim späteren Angeln als Fixierung am Grund dienen soll. Gewichte zwischen 150 und 300 Gramm eignen sich hier bestens. Das Blei muss freilaufend auf der Hauptschnur montiert werden. Ans Ende der Hauptschnur kommt ein welstauglicher Wirbel. Zwischen Blei und Wirbel sitzt eine Gummiperle. Die zweite Rute muss nicht zwangsläufig eine Welsrute sein. Eine Hechtrute mit einer 0,30 Millimeter dicken Monofilen reicht locker aus. Am Ende der Schnur der zweiten Rute bindet man eine Schlaufe und hängt diese in den Wirbel der Montage der ersten Rute ein. Nun platziert man die Hechtrute in einem senkrechten Rutenhalter, anschließend wird der Bügel der Rolle geöffnet und zwar so, dass ungehindert Schnur ablaufen kann. Anschließend greift man zur Welsrute und wirft das Blei an seinen Bestimmungsort. Ist das Blei am Grund angelangt, legt man die Welsrute zur Seite, öffnet aber zunächst noch deren Rollenbügel. Dann greift man erneut die Hechtrute und kurbelt so lange, bis man den Wirbel der Welsrute in Händen hält. Man hängt die Schnur der Hechtrute aus und ein Welsvorfach mitsamt des Köder ein. Abschließend kurbelt man an der Welsrute so lange Schnur auf, bis das Ganze Gebilde auf Spannung geht. Diese Methode wird beim Wallerangeln ohne Boot sehr häufig eingesetzt.

Wallerangeln ohne Boot - ist es effektiv?

Das Wallerangeln ohne Boot ist eine durchaus effektive Angelegenheit. Wem es gelingt mit der angesprochenen Technik die erste Uferkante zu treffen, der schafft es gleichzeitig seinen Köder dort zu positionieren, wo sehr viele Fische auf der Suche nach Nahrung entlangziehen. So auch der Wels. Das heißt, man schafft es beim Wallerangeln ohne Boot definitiv in einem sehr interessanten und aussichtsreichen Bereich zu angeln, wenn man das Ganze vernünftig angeht. Effektiv ist es auch deshalb, weil man ohne Boot sehr schnell agieren und deshalb auch kurze Zeitfenster nutzen kann. Zeitfenster, die man ansonsten womöglich nicht zum Angeln nutzen würde.

Wallerangeln ohne Boot - welche Vorteile hat es?

Der große Vorteil dieser Technik zum Wallerangeln ohne Boot ist, dass man mit sehr wenig Tackle auskommt. Boot, Motor, Batterien, Kanister und Echolot können getrost im Keller bleiben. Somit wird man von dem ansonsten unumgänglichen Schleppen erlöst. Das Auslegen geht darüber hinaus ruckzuck, da man sich die Aufbauzeiten des Bootes erspart. Ein Umstand, der das Wallerangeln ohne Boot auch für Angler interessant macht, die eigentlich über einen schwimmenden Untersatz verfügen.

Wallerangeln ohne Boot - welche Nachteile hat es?

Der größte Nachteil den das Welsangeln ohne Boot mit sich bringt, ist, dass man kein Boot hat, um den Fisch in heiklen Situationen auszudrillen. Hat man beispielsweise in der starken Strömung des Rheins einen starken Fisch gehakt, der wutentbrannt flussab flüchtet, ist der Einsatz eines Bootes unausweichlich, wenn man den Fisch nicht verlieren möchte. Denn selbst wenn man es schafft den Fisch irgendwann zu bremsen, besteht bei einem Drill der vom Ufer aus vollzogen wird, die große Gefahr, dass die Schnur an den Steinkanten der Packung gesprengt wird. Oder aber, dass der Haken unter Einwirkung der Kopfschläge und des Strömungsdrucks irgendwann ausschlitzt oder aufbiegt.

Wallerangeln ohne Boot - mit welchen Fischen ist zu rechnen?

Beim Wallerangeln ohne Boot kann man genauso mit großen Fischen rechnen, wie bei jeder anderen Angeltechnik auch. Denn letztendlich geht es ja nicht darum, wie die Montage ausgebracht wird, sondern darum, dass der Köder dort liegt, wo die Wahrscheinlichkeit groß ist, dass er von einem Wels gefunden und gefressen wird. Da es, wie bereits erwähnt, einige markante Bereiche gibt, die man ohne Boot erreichen kann, sollte man auch beim Welsangeln ohne Boot jederzeit mit allem rechnen. Wenig Aufwand bedeutet nämlich nicht immer wenig Ertrag.

 

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