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Unterwasserposen

29.06.2016 13:33 von Teamangler
Kategorie: Wallerausrüstung

Unterwasserposen - mit Auftrieb zum Wels

Unterwasserposen - ein Auftriebskörper, der bewirkt, dass der Welsköder vom Gewässergrund aufsteigt und so seine Lockwirkung vervielfacht. Vor allem in Deutschland, wo der lebende Köderfisch verboten ist, spielen die Unterwasserposen ihre Stärken voll aus. Denn ein im Mittelwasser schwebender Fisch wird vom Wels viel eher wahrgenommen, als ein am Grund liegender Happen.

Unterwasserposen - Was zeichnet diese Montage aus?

Unterwasserposen zum WelsangelnUnterwasserposen - eine Wallermontage für viele verschiedene Einsatz-Gebiete. Grundsätzlich wird sie immer dann eingesetzt, wenn es darum geht, den Köder ein Stück über dem Gewässergrund zu präsentieren. Aber auch an Flüssen und Seen, wo das Abspannen durch Gesetze verboten, oder bedingt durch Schifffahrt unmöglich ist, stellt die Unterwasserpose eine verlässliche Alternative dar. Ideale Einsatzgebiete sind Flüsse mit mittlerer bis starker Strömung, da sich die Montage durch den Strömungsdruck sauber strecken kann. Aber auch in Stillgewässern, kann sie bei richtiger Handhabung regelmäßige Fang-Erfolge bewirken.

 

Unterwasserposen - Welche Modelle für welchen Effekt?

Es gibt die Unterwasserposen in vielen verschiedenen Größen und Formen. Grob unterteilen lassen sie sich in kurze, gedrungene Modelle, in längliche, schlanke, stromlinienförmige Ausführungen und in Auftriebskörper mit viel und wenig Auftrieb. Als Sonderform sind die Flügel-Unterwasserposen zu nennen. Längliche, stromlinienförmige U-Posen sind für den Einsatz im Fluss, unter der Einwirkung harter Strömung bestimmt. Diese Formgebung ermöglicht es dem Auftriebskörper, den Köder in der gewünschten Tiefe zu halten, ohne dabei zum Spielball der Strömung zu werden. Unnatürliche Verwirbelungen des Wassers werden so vermieden und vorsichtige Welse nicht abgeschreckt.

Gedrungene Unterwasserposen mit viel Auftrieb sind hingegen für den Einsatz in langsam fließenden Passagen von Flüssen und im Stillgewässer konzipiert. Es geht hier einzig und allein darum, den Köder vom Grund abzuheben und ihn in der gewünschten Gewässerschicht zu halten.

Um den Welsköder nicht nur aufsteigen zu lassen, sondern ihm auch zusätzliche Reize zu verleihen, kann man sich die Eigenschaften von Flügel-Unterwasserposen zunutze machen. Dies gelingt allerdings nur beim Angeln im Fluss, da die Flügel durch die Fließgeschwindigkeit des Wasser beeinflusst werden. Je höher die Geschwindigkeit ist, desto schneller rotieren die Unterwasserposen um die eigene Achse und setzt dabei Druckwellen frei, die ein Wels mittels seiner extrem empfindlichen Sinnesorgane über weite Distanzen vernehmen kann. Die Lockwirkung der Montage und des Köders wird dadurch, genau wie die Chance auf einen Biss, extrem gesteigert.

Hier findet ihr verschiedene Unterwasserposen: https://www.wallerangeln.de/unterwasserpose/

Unterwasserposen - Wie verwendet man sie?

Unterwasserposen - für die Herstellung der Montage mit Unterwasserposen fädelt man zunächst einen Karabiner-Wirbel oder einen Seaboom und anschließend eine Gummiperle auf die Hauptschnur, an deren Ende ebenfalls ein Karabiner-Wirbel geknotet wird. Dort wird anschließend das Vorfach eingehängt. Auf dem Vorfach findet die Unterwasserpose ihren Platz. Sie wird mit Hilfe zweier Silikon-Stopper etwa zehn Zentimeter vorm Köder positioniert. Die Größe der Unterwasserposen muss beim Flussangeln auf Wels den Strömungsverhältnissen angepasst werden. Je größer der Köder und je stärker die Strömung, desto höher muss auch der Auftrieb ausfallen. Im Stillgewässer ist es lediglich das Gewicht des Köder, welches Einfluss auf die Wahl der U-Pose hat. Der auf der Schnur gleitende Karabiner ist dazu da, die Montagen-Beschwerung aufzunehmen. Ich sage bewusst Beschwerung, weil es sich dabei entweder um ein Blei oder einen Stein mit Abreißleine handeln kann. Wer die Möglichkeit hat, für das Auslegen der Montagen auf ein Boot zurückzugreifen, sollte auf die Variante mit dem Stein setzen, weil dieser bei richtiger Dimensionierung auch in harter Strömung  nicht verrutscht. Der Stein wird dafür zuerst mit einer verrottbaren Schnur so verschnürt, dass er nicht mehr aus der Schlinge rutschen kann. Anschließend wird er mit einer Reißleine ausgestattet, über die die Verbindung zur Montage hergestellt wird. Erfolgt ein Biss, wird diese Sollbruchstelle gesprengt und der Wels kann frei gedrillt werden. Gängige Stärken für Reißleinen sind monofile Schnüre in den Stärken 0,30-0,50 Millimeter. Wer kein Boot zur Verfügung hat, kann sich mit einem Blei der 300-400 Gramm-Klasse helfen, welches selbstredend ohne Abreißleine über den Karabiner mit der Montage verbunden wird.

 

Unterwasserposen - Welche Besonderheiten sind zu beachten?

Das Beißverhalten der Welse verändert sich im Jahresverlauf. Mal werden die Köder beherzt attackiert, mal nur ganz vorsichtig aufgenommen. Um die Biss-Ausbeute konstant hoch zu halten, macht es Sinn, das Stein- oder Bleigewicht nicht immer stur freilaufend auf der Hauptschnur zu fischen. Bei zaghaft beißenden Welsen, die den Köder nur Aufnehmen, aber von der Montage nicht genug Gegenzug bekommen, um sich selbst zu haken, erhält man über das so genannte "feste" Einbinden bessere Ergebnisse. Dazu wird die Abreißleine des Steins im obersten Öhr des Wirbels, welcher sich am Ende der Hauptschnur befindet, eingeknotet. Der Wels zieht dadurch beim Abdrehen nach der Köderaufnahme direkt gegen den Stein, was einen besseren Selbsthakeffekt zur Folge hat. Wer diesen Effekt mit einem Blei erreichen möchte, muss den freilaufenden Karabiner auf der Hauptschnur per Silikon-Stopper, oder Stopperknoten fixieren. Allerdings muss an dieser Stelle erwähnt werden, dass ein Blei, aufgrund seines geringeren Gewichtes einen wesentlich schlechteren Selbsthakeffekt bewirkt, als der Stein.

 

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